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50. Mitgliederversammlung 2021

im Sinne des Gesellschaftsrechtlichen COVID-19-Gesetzes

 

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen!

Auch dieses Jahr wäre unsere 50. Mitgliederversammlung für Freitag, 7. Mai 2021 im Montforthaus in Feldkirch geplant und organisiert gewesen. Die Durchführung war aufgrund der andauernden Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 leider wieder nicht möglich. Laut dem Bun­des­gesetz betreffend besondere Maßnahmen im Gesellschaftsrecht aufgrund von COVID-19 (Gesellschaftsrechtliches COVID-19-Gesetz – COVID-19-GesG) können Versammlungen eines Vereins nach Maßgabe der Verord­nung gemäß Abs. 2 auch ohne physische Anwesenheit der Teilnehmer durch­geführt werden. Die gesetzlichen Bestimmungen dazu finden Sie auf unserer Homepage.

In diesem Sinne werden Sie gebeten, im Anschluss die Berichte des Vorstandes, des Kassenverwalters und der Rechnungsprüfer zur Kenntnis zu nehmen.

Bis eine Woche vor der Beschlussfassung durch Umlaufbeschluss können alle Mitglieder während der Bürozeiten des Sekretariats (Montag bis Freitag 09.00 bis 11.00 Uhr) in den Jahresabschluss 2020 Einsicht nehmen.

Allfällige Anträge sind gem. Punkt 8 der Statuten des Landesverbandes Tirol und Vorarlberg bis spätestens 02.06.2021 schriftlich einlangend beim Landesverband einzubringen.   
Die erforderliche Beschlussfassung über die Genehmigung der Niederschrift zur 49. Mitglie­derversammlung vom 11.05.2020, über die Entlastung der Funktionäre und über die Wahl der Rechnungsprüfer erfolgt im Umlaufweg.

Um wirksam vom Stimmrecht Gebrauch zu machen, kann die Abstimmung entweder schriftlich per Post (auf Seite 6 dieses Rundschreibens), mittels formlosen E-Mails oder direkt online im Rundschreiben 1/2021 im Mitgliederbereich unserer Homepage bis spätestens 11.06.2021 erfolgen. Sollte ein vollinhaltliches Übereinstimmen mit dem Stimmzettel gegeben sein, so genügt auch eine Antwort per E-Mail beispielweise mit dem Inhalt: „Ich bin mit dem gesamten Inhalt einstanden.“

 

1. Berichte des Vorstandes Präsident Hofrat MMag. Johann Webhofer

Der Landes­ver­band Tirol und Vorarlberg hat 1.458 Mitglieder davon 108 Frauen sowie 49 Anwärter.

Seit der letzten Mitgliederversammlung sind verstorben:      
Dipl.-Ing. Friedrich Blindow, Innsbruck; SV für Tunnel- und Stollenbau (20.4.2021)

Ing. Anton Riedmann, Itter; SV für Immobilienbewertung (13.7.2020)

Ludwig Thaler, Volders; SV für Brandschutzwesen und Feuerwehrwesen (6.4.2021)

Walter Vogt, Feldkirch; SV für Hochbau und Immobilienbewertung (26.5.2020)

Vor Beginn der COVID-19 bedingten Einschränkungen konnten Anfang des Jahres und im September 2020 noch vor dem 2. Lockdown einige Seminare in Innsbruck und Dornbirn abgehalten werden, wie das 3-teilige Seminar für Wärmedämmverbundsysteme – von der Planung bis zur Sanierung; 7 essenzielle Tools für die Arbeit der Sach­verständigen; Die wichtigste Nebensache der Sachverständigen - Gebühren in Recht und Praxis; Elektronischer Rechtsverkehr für Sachverständige und die Einbringung von Gut­ach­ten über die Online-Eingabe der Justiz. Diese Veranstaltungen wurden von insgesamt 340 Teilnehmern besucht. Die zweitägigen Rechtskundeseminare für Eintragungswerber im Februar und September 2020 konnten planmäßig durchgeführt werden und wurden von insgesamt 104 Teil­nehmern besucht.

Trotz der COVID-19-Pandemie konnten auch unter entsprechenden organisatorischen Maßnahmen Prüfungen von Eintragungswerbern, teils vor Ort beim Landesgericht Innsbruck, teils auch im Wege von Zoomschaltungen durchgeführt werden.

Der Kontakt und die Zusammenarbeit mit den Gerichten, Staatsanwaltschaften und Behörden erfolgte auch unter den gegebenen schwierigen Bedingungen bestens. An dieser Stelle darf allen gedankt werden.

Auf die rechtzeitige Antragstellung zur Rezertifizierung wird wiederum eindringlich aufmerksam gemacht. Bei Fristversäumnis ist eine Wiedereinsetzung nicht möglich, weswegen unbedingt auf die diesbezüglichen Schreiben der Landesgerichte zu achten ist.

Seit 01.01.2020 können Sachverständige, welche zum Zeitpunkt der Rezertifizierung mindestens zehn Jahre als eingetragene Sachverständige Mitglied des Verbandes sind, die Kosten der Rezertifizierung über Antrag vom Verband rückerstattet bekommen, wobei der Antrag binnen sechs Monaten nach dem Rezertifi­zierungsstichtag gestellt werden muss.


Fachgruppe Allgemein – DI Markus Leuthold

Das Jahr 2020 verlief für die Fachgruppe Allgemeines sehr ruhig und ohne bemerkenswerte Ereignisse.

Zum überwiegenden Teil konnten die Anträge um Aufnahme in die Liste der allgemein beeideten und gerichtlich zertifizierten Sachverständigen beim Landesverband für Tirol und Vorarlberg positiv beurteilt werden.

Fachgruppe Bau/Baunebengewerbe – Techn. Rat Baumeister Ing. Reinhard Amplatz

Im abgelaufenen Berichtsjahr gab es zahlreiche Anfragen hinsichtlich der Anforderungen zur Eintragung als Sachverständiger. Es gab auch einige Eintragungswerber, die nicht die Voraus­setzungen für die Prüfungszulassung erfüllten.

Coronabedingt gab es 2020 kaum Seminare für Bausachverständige. Für frisch eingetragene Sachverständige wurden zahlreiche Hilfeleistungen bei der Erstellung der ersten Gutachten und Gebührennoten erbracht. Bei Meinungsverschiedenheiten unter Kollegen konnte der Fachgruppen­obmann teilweise erfolgreich schlichtend tätig sein. Im Rahmen der Evaluierung der Fortbildung unserer Mitglieder wurden im abgelaufenen Jahr 18 Bildungspässe überprüft.

Mehrfach musste SV-Kollegen mitgeteilt werden, dass der Verband keinen Einfluss auf die Sachverständigenbestellung bei Gericht hat.

Fachgruppe Elektro- und Informationstechnik – Ing. Mag. Dr. Anton Hager

Das Jahr 2020 ist den Umständen entsprechend für die Fachgebiete Elektrotechnik und Infor­mationstechnik sehr ruhig verlaufen. Wir freuen uns über 4 neue Sachverständige, 2 im Bereich IT und 2 im Bereich Elektrotechnik. Ein SV-Kollege im Bereich Elektrotechnik hat seine Fachgebiete erweitert, ein Prüfungskandidat im Bereich Elektrotechnik hat bei der Prüfung seine Stärken nicht zeigen können und die Prüfung nicht geschafft.            
Es hat weder Beschwerden noch disziplinäre Probleme gegeben.           
Ich darf abschließend auch hier wieder meine Dienste anbieten und neuen Kollegen aus meinen beiden Fachbereichen anbieten, ihre Gutachten bzw. Kostennoten einer Kurzüberprüfung durch Kontrolllesen zu unterziehen, um diversen Fettnäpfchen von vorneherein auszuweichen. Ein Anruf und die Übermittlung des Gutachtens und der Kostennote genügen.

Fachgruppe Immobilien – Mag. Sabine Lässer

Aufgrund der Corona-Pandemie konnten im abgelaufenen Jahr keine schriftlichen Prüfungen im Fachgebiet Immobilien abgehalten werden. Neue Termine stehen noch nicht fest und werden nach Absprache mit dem Landesgericht und den Prüfern festgelegt werden, immer abhängig von der aktuellen Corona-Situation.

Im Herbst werden voraussichtlich wieder an zwei Tagen Prüfungen im Bereich Immobilien stattfinden.


Fachgruppe Land- und Forstwirtschaft – DI Mary Hacket MSc

Das letzte Jahr ist sehr ruhig verlaufen. Es fanden auch keine Treffen der Sachverständigen der Fachgruppen land- und forstwirtschaftliche Immobilien zum gemeinsamen Austausch in Bezug auf Bewertungsfragen statt.

Fachgruppe Medizin – Univ.-Prof. Dr. Lois-Jörg Lugger

Etwas vermisse ich. Es ist nicht nur der Schulterschluss in unserer Gemeinschaft während einer Mitgliederversammlung, das Raunen im Saal oder ein kleines Nickerchen Mancher während belangloser Reden. Vor allem vermisse ich den berufsorientierten Gedankenaustausch und die Wiedersehensfreude in den Pausen oder während eines Arbeitsessens. Ich vermisse körperlich die getrennte Zweisamkeit mit Ehrengästen der ersten Reihe, die unser Berufsbild bestimmen.

Zur Tätigkeit der gutachterlichen Mediziner darf ich auf ein friktionsfreies Arbeitsjahr verweisen, ohne mir bekannte Auseinandersetzungen, jedoch fühlbar zunehmender Leistungskraft. Dies ist wohl auch auf eine allgemein geringere Auftragslage zurückzuführen, die mit den massiven und langanhaltenden Reisebeschränkungen in Europa zu verbinden ist.

Der Neuzugang an Medizinern zur gutachterlichen Tätigkeit war geringer als in den Vorjahren, jedoch fachlich gut gemischt.

Weiterbildung wird fachlich einerseits über den Hauptverband der Gerichtssachverständigen und andererseits im Rahmen des obligatorischen Diplomfortbildungsprogrammes über die Österreichische Ärztekammer in einem weit gefächerten Angebot betrieben. Mit speziellen gutachterlichen medizinischen Fragestellungen werde ich in anonymisierter Form häufig betraut und halte dieses Angebot aufrecht.

Zur leidigen Langzeitfrage einer Neugestaltung des Gebührenanspruchsgesetzes fühle ich mich wie der Apostel Matthäus als „Vox clamantis in deserto“ („Stimme des Klagenden in der Wüste“). Zugegebe-nermaßen scheint das Ministerium diesbezüglich in Jahrhunderten zu denken – so wie die gütige Katholische Kirche.

Sehr erschwert ist Beisitz- und Prüfertätigkeit über das Angebot mittels ZOOM-Programm, da ja keine persönliche Verbindlichkeit und kein vertraulicher Kontakt hergestellt werden kann.

„Nous avons changé tout cela“ (Wir haben das alles geändert), hat uns jedoch bereits Molière in seinem „Le médecin malgré“ („Der Arzt wider Willen“) gelehrt und – alles kommt wieder.

So können wir Mediziner und wohl auch die übrigen Mitglieder nur auf den Orakelspruch Ludwigs XIV. hoffen: „Wenn man dieses Österreich einmal recht gedemütigt zu haben glaubt, zieht es plötzlich ein Wunder aus der Tasche und steht glänzender da als zuvor.“

Fachgruppe Psychologie – Univ.-Prof. Dr. Martin Kopp bzw. Dr. Andrea Koschier        
Univ.-Prof. Dr. Martin Kopp hat aus zeitlichen Gründen (er ist seit 1.4.2020 Dekan der Fakultät für Psychologie und Sportwissenschaft) seine Funktionen im Landesverband zurückgelegt. Für seine umsichtige Leitung der Fachgruppe Psychologie, seine engagierte und konstruktive Mitarbeit im Vorstand sowie so manch wertvollen Input sei ihm an dieser Stelle sehr herzlich gedankt.

In der Sitzung vom 23. Feber 2021 wählte der Vorstand einstimmig Frau Dr. Andrea Koschier zur neuen Obfrau der Fachgruppe Psychologie.

Im Jahr 2020 gab es in der Fachgruppe Psychologie nur eine Neueintragung.

Fachgruppe Rechnungswesen – HR MMag. Johann Webhofer

In der Fachgruppe Rechnungswesen gab es, wie schon seit Jahren, keinerlei Probleme. Zwei Kandidaten haben die Prüfung erfolgreich abgelegt.

Fachgruppe Sicherheitswesen – Ing. Kurt Guggenberger

Aus der Fachgruppe Sicherheitswesen gibt es keine besonderen Ereignisse zu berichten.

Fachgruppe Verkehr und Fahrzeugtechnik –    
KFZ-Meister Walter Lang und DI Dr. Martin Schmidt-Baldassari

Das Jahr 2020 verlief im Bereich des Fachgebietes „Verkehr, Fahrzeugtechnik“ ohne besondere Vorkommnisse.

Geschäftsführer der Prüfungskommission – Ing. Kurt Guggenberger

COVID 19 hatte natürlich auch Auswirkungen auf die Prüfungsorganisation im Jahr 2020. Ab Herbst konnten die Befragungen nur mehr via Zoom-Konferenz abgehalten werden, umfangreichere und schriftliche Prüfungen konnten nicht mehr stattfinden. Trotz dieser Umstände war es möglich, für 85 Bewerber, wovon 64 aus Tirol und 21 aus Vorarlberg kamen, insgesamt 150 Prüfungen in den verschiedenen Fachgebieten zu organisieren.  

127 dieser Prüfungen wurden bestanden und 23 Prüfungen nicht. In Prozenten ausgedrückt betrug die Erfolgsquote demnach 84,67 % und liegt diese erfreulicherweise deutlich über dem langjährigen Schnitt.

 

2. Bericht des KassenverwaltersRA Dr. Erik Kroker

Auch für unseren Landesverband war das Jahr 2020 im Rahmen der Pandemie und der damit einhergehenden Einschränkungen durchaus herausfordernd.

Gemäß der von der Kanzlei Stauder-Schuchter-Kempf erstellten Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2020 hat der Landesverband Tirol und Vorarlberg im Hauptverband der allgemein be­eideten und gerichtlich zertifizierten Sachverständigen Österreichs (im Folgenden kurz Landesverband) das Jahr 2020 mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von € -30.604,95 (im Vergleich zu einem Jahres­überschuss von € 42.208,29 im Geschäftsjahr 2019) abgeschlossen.

An Umsatzerlösen wurden € 240.925,83 (2019: € 311.978,00) erzielt, die mit dem Betrag von € 154.735,00 (2019: € 156.970,00) aus Mitgliedsbeiträgen resultieren, die sohin fast 2/3 der Umsatzerlöse ausmachen. Eingebrochen sind hingegen die Erlöse aus Seminarbeiträgen in Höhe von € 81.525,83 (2019: € 148.963.00), was den Einschränkungen bei den Präsenzveranstaltungen aufgrund der Pandemie geschuldet war. Im Übrigen wurden noch Erlöse aus den Prüfungen im Ausmaß von € 4.575,00 (2019: € 5.575,00) erzielt.

Neben den im Vergleich zum Vorjahr geringfügig zurückgegangenen Abschreibungen von € 3.776,80 (2019: € 5.272,00) sind die beiden wesentlichen Aufwandspositionen der (etwas gestiegene) Personalaufwand mit € 84.348,04 (2019: € 76.636,74) und die (gesunkenen) sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit € 185.862,82 (2019: € 197.736,23). In letzteren sind auch die Ausgaben für Seminare enthalten, die sich mit € 78.205,90 (2019: € 77.278,64) niederschlagen. Wie also ersehen werden kann, sind die diesbezüglichen Ausgaben nahezu unverändert geblieben, obwohl die Umsatzerlöse dramatisch zurückgegangen sind. Der Grund dafür ist darin zu erblicken, dass einige Vorauszahlungen für Seminare in den ersten beiden Monaten des Jahres 2020 bereits im Jahr 2019 eingegangen und in diesem Jahr verbucht worden sind, während die korrespondierenden Ausgaben für Seminarräumlichkeiten und Vortragende im Jahr 2020 aufscheinen. Nachdem allerdings Ende 2020/Anfang 2021 aufgrund der bestehenden Regelungen keine neuen Seminare angeboten werden konnten, fehlen entsprechende Einkünfte – wie sie in den Vorjahren jeweils erzielt wurden – Ende des Jahres 2020. Überdies wurden Bücher für das Rechtskundeseminar Anfang 2020 auf Vorrat gekauft, deren Kosten sich auf € 5.775,00 belaufen haben.

Die wesentlichen Positionen der sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit Beträgen über € 5.000,00 sind die nahezu unveränderten Kosten für EDV-Beratung und Betreuung mit € 7.235,75 (2019: € 7.202,36), die Kosten der SV-Zeitungen mit € 14.490,00 (2019: € 14.750,00), die bereits erwähnten Ausgaben für Seminare, die an den Hauptverband zu bezahlende Kopfquote mit € 36.225,00 (2019 € 36.875,00) und Ausgaben für Mitglieder im Ausmaß von € 11.161,00 , die im Jahr 2019 überhaupt nicht angefallen sind. Hierbei handelt es sich überwiegend um die den Mitgliedern zugekommenen MNS-Masken mit SV-Logo. 

Gleichzeitig sind die Kosten für Vorstandssitzungen und die Jahreshauptversammlung aufgrund der Beschränkungen durch die Pandemie gesunken bzw. völlig weggefallen.

In der Bilanz scheint aktivseitig ein Sachanlagen-Vermögen von € 43.998,09 (2019: € 46.188,09) für das im Eigentum des Landesverbandes stehende Büro samt Ausstattung sowie ein (unverändertes) Finanzanlagevermögen von € 5.400,00 für die Beteiligung an der LBA GmbH in Graz und von (ebenfalls unverändert) € 89.772,75 an Wertpapieren auf. Hinzu kommt ein Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von € 525.292,16 (2019: € 556.732,74), wobei der diesbezügliche Rückgang dem Abgang bei den Erlösen geschuldet ist. In der Summe errechnen sich unter Berücksichtigung der noch vorhandenen fertigen Erzeugnisse folglich Aktiva von € 668.155,56 (2019: € 698.780,70), die passivseitig als Bilanzgewinn, reduziert lediglich durch Verbindlichkeiten im Ausmaß von € 1.982,87 (2019: € 2.003,06), aufscheinen.

Folglich ergibt sich für den Landesverband ein Bilanzgewinn von € 666.172,69 (2019: € 696.777,64) und damit ausreichend Kapital, um auch zukünftig seinen Aufgaben vollumfänglich nachkommen zu können.

 

3. Bericht der Rechnungsprüfer – HR DI Hans Gschließer und RR Raimund Zettinig

Die Prüfung des Rechnungsabschlusses des Landesverbandes Tirol und Vorarlberg der allgemein beeideten und gerichtlich zertifizierten Sachverständigen Österreichs für das Rechnungsjahr 2020 hat am 22. April 2021 in den Büroräumlichkeiten des Landesverbandes Tirol und Vorarlberg stattgefunden. Im Rahmen der Rechnungsprüfung war unter anderem zu untersuchen, ob die Ausgaben mit den Satzungsvorschriften übereinstimmen und nach dem Grundsatz der Wirtschaftlichkeit getätigt wurden.

Es wurden die Bestände anhand der dazu vorgelegten Belege überprüft, wobei Übereinstimmung festgestellt wurde. Weiters wurden die Um- und Nachbuchungen überprüft, welche plausibel und in den Unterlagen dokumentiert sind. Die Umsatzsteuerverprobung ist nachvollziehbar und stimmt mit den buchhalterischen Unterlagen überein. Die Aufteilung des steuerlichen Gewinnes in Vereinsbereich und wirtschaftlichen Bereich ist sachlich richtig. Es konnte eine ordnungsgemäße Verbuchung der Belege festgestellt werden.            

Das Wirtschaftsjahr 2020 weist einen Ausgaben-Überschuss von € 30.604,95 aus. Im Vorjahr bestand ein Einnahmen-Überschuss von € 42.208,29. Dies ist eine Veränderung gegenüber dem Vorjahr um € - 72.813,24.

Diese beachtliche Ergebnisverringerung ist im Wesentlichen einem massiven Rückgang bei den Seminarerlösen im Ausmaß von € 67.437,17 geschuldet; dies ist auf die rigorose Einschränkung des Seminarangebotes aufgrund der COVID-19-Pandemie zurückzuführen. Die übrigen Einnahmen sind geringfügig zurückgegangen (SV-Prüfungserlöse um € 1.000,00 und die Mitgliedsbeiträge um € 2.235,00).

Die Seminarausgaben sind trotz des Rückganges bei den entsprechenden Seminareinnahmen von € 77.276,64 auf € 78.205,90 gestiegen.

Im Jahr 2019 waren Zahlungseingänge in Höhe von € 12.575,00 für Seminare zu verzeichnen, die erst im Jahr 2020 gehalten wurden und deshalb in den Seminarerlösen des Jahres 2019 enthalten sind. Bei den Ausgaben sind € 2.306,82 enthalten, die das Jahr 2019 betreffen. Zudem wurden Bücher für das Rechtskundeseminar auf Vorrat in Höhe von € 5.775,00 angeschafft. Zudem wurden Honorare für Vortragende erst im Jahr 2020 bezahlt, obwohl es sich um Kosten handelt, die eigentlich dem Jahr 2019 zuzuordnen sind.

Die Veränderung bei den gesamten übrigen Einnahmen und Ausgaben ist im Hinblick auf das Gesamtvolumen der Aufwände und Erträge als minimal zu bezeichnen.             

Das Anlagevermögen zum 31.12.2020 beträgt € 139.170,84, das Umlaufvermögen beziffert sich auf € 528.984,72. Dem gegenüber stehen Verbindlichkeiten in Höhe von € 1.982,87, es ergibt sich ein Reinvermögen von € 666.172,69. Der Landesverband Tirol und Vorarlberg verfügt somit über eine respektable finanzielle Basis, weshalb der Verlust des Jahres 2020 verkraftet werden kann.            
Die Buchhaltung und die Finanzgebarung des Landesverbandes können als ordnungsgemäß, gewissenhaft und umsichtig bezeichnet werden, sodass eine Entlastung erteilt werden kann. Besonders hervorzuheben ist auch die gewissenhafte buchhalterische Tätigkeit von Frau Ortner.   

       

4. Wahl einer/eines Delegierten      

Durch das Ausscheiden von Univ.-Prof. Mag. Dr. Martin Kopp ist auch die Funktion eines/einer Delegierten neu zu besetzen. Wahlvorschlag des Vorstandes:

Dr. Andrea Koschier, Telfs

 

5. Wahl der Rechnungsprüfer

Die Rechnungsprüfer HR DI Hans Gschließer und RR Raimund Zettinig stehen weiterhin zur Verfügung, weshalb um deren Wiederwahl ersucht wird.

 

6. Abstimmung         

Ohne physische Anwesenheit gemäß dem Bundesgesetz betreffend besondere Maßnahmen im Gesellschaftsrecht aufgrund von COVID-19 (Gesellschaftsrechtliches COVID-19-Gesetz – COVID-19-GesG) – siehe dazu auch Homepage – gesetzliche Bestimmungen.             
                          













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HR MMag. Johann Webhofer eh

Präsident